Was ist ein gutes Tempo beim Bikepacking? Fahrrad vs E-Bike

Was ist ein gutes Tempo beim Bikepacking? Fahrrad vs E-Bike

Das Tempo beim Bikepacking: Finde deinen Rhythmus für unvergessliche Abenteuer

Bikepacking ist mehr als nur Radfahren mit Gepäck. Es ist eine Philosophie, eine Möglichkeit, die Welt auf zwei Rädern zu erkunden und dabei die Freiheit zu genießen, die nur das Reisen mit dem Fahrrad bieten kann. Doch eine Frage taucht immer wieder auf: Was ist ein gutes Tempo beim Bikepacking? Lass uns gemeinsam eintauchen und herausfinden, wie du deinen idealen Rhythmus findest.

1. Bikepacking: Mehr als nur Kilometer schaffen

Bikepacking ist kein Rennen. Es geht nicht darum, möglichst viele Kilometer in kürzester Zeit zurückzulegen. Vielmehr geht es um das Erlebnis, die Natur zu genießen und die Freiheit zu spüren, die das Reisen mit dem Fahrrad ermöglicht. Das "richtige" Tempo ist dabei sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

2. Die Faktoren, die dein Bikepacking-Tempo beeinflussen

  • Deine Fitness:
    • Bist du ein erfahrener Radfahrer oder ein Anfänger?
    • Wie gut bist du trainiert?
  • Dein Fahrrad:
    • Fährst du mit dem E-Bike oder mit dem Fahrrad ohne Unterstützung?
  • Deine Ziele:
    • Wieviel Zeit planst du insgesamt ein?
    • Wohin willst du kommen?
    • An wievielen Orten möchtest du länger bleiben?
  • Das Gelände:
    • Flache Straßen, hügelige Strecken oder anspruchsvolle Trails?
    • Wie viele Höhenmeter sind zu bewältigen?
  • Die Beladung:
    • Wie viel Gepäck hast du dabei?
    • Je mehr Gewicht, desto langsamer wirst du sein.
  • Die Wetterbedingungen:
    • Gegenwind, Regen oder Hitze können dein Tempo deutlich beeinflussen.
  • Die Art der Strecke:
    • Asphalt, Schotter, Waldboden oder Singletrails?
    • Die Untergründe spielen eine große Rolle.

3. Realistische Tagesetappen planen

  • Anfänger:
    • Für Anfänger empfehle ich kürzere Etappen (z. B. 40–60 km) und mehr Pausen. Am besten fängst du mit einem Ziel zur Übernachtung in 45-50km an. Das Tempo bei asphaltiertem Boden und 30kg Gepäck kann dann durchschnittlich 11km/Std. sein. Mit Pausen und Puffer erreichst du dein Ziel in ca. 6 Std.
    • Mit einem E-Bike könntest du auch max. 80km mit guter Unterstützung schaffen. Dann wäre das durchschnittliche Tempo ca. 15km/Std.
  • Erfahrene Bikepacker:
    • Auch erfahrene Bikepacker sollten realistische Ziele setzen.
    • Pausen sind wichtig für den Körper und für die Lust immer weiter zu machen. Verausgabst du dich am Anfang, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du frühzeitig abbrechen musst.
    • Erfahrene Bikepacker, die flach fahren, können mit oder ohne E-Bike 80-120km schaffen. Ich habe nach 2 Wochen es geschafft von 45km auf 100km zu kommen. Dabei war die Strecke für 100km absolut flach. Wenn es hügelig ist, sind 40km sehr viel. Lese hier mehr zu meiner 3 wöchigen Solo-Bikepacking Tour, speziell für Frauen.
  • Höhenmeter berücksichtigen:
    • Wenn dein Weg hügelig ist, kannst du schon stolz sein, wenn du 50km geschafft hast.
    • Höhenmeter sind sehr gut zu bewältigen mit einem E-Bike. Ein Fahrrad ohne Unterstützung mit schwerer Beladung ist sehr schwer zu fahren. Hier kann es durchaus vorkommen, dass du einige Kilometer das Fahrrad schieben musst.
  • Zeit für Pausen einplanen:
    • Pausen kannst du zwischendurch einplanen oder auch an kleinen Meilensteilen (Dorf, Café, Rastplatz)
    • Pausen sollten auch für das Checken des Fahrrades eingeplant werden. Manchmal muss man einige Dinge anpassen wie die Höhe und den Winkel des Sattels oder Lenkers. Einen guten Frauensattel findest du übrigens auch in unserem Shop.

4. Das richtige Tempo finden: Tipps und Tricks

  • Auf den Körper hören:
    • Überanstrenge dich nicht!
    • Der Körper kann schnell müde werden bei zu viel Anstrengung auf einmal.
    • Fange mit weniger weiten Etappen an und steigere dich, wenn du deinem Körper mehr zutraust.
  • Flexibel bleiben:
    • Passe deine Route an, wenn nötig. Unvorhergesehene Ereignisse können immer passieren.
    • Nutze die Bahn, wenn nötig, um schwierige oder hügelige Gebiete zu überqueren, damit du angenehm wieder weiter mit dem Fahrrad fahren kannst.
  • Navigation:
    • Ein gutes Navigationssystem ist wichtig um das Tempo besser einschätzen zu können. Nutze Kamoot, um deine Routen (und Tempo) zu speichern und Bikemap, um dir bessere Routen anzeigen zu lassen als Google Maps.

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5. Was ist ein gutes Tempo beim Bikepacking?

Ein gutes Tempo beim Bikepacking ist ein Tempo, bei dem du dich wohl fühlst und die Tour genießen kannst. Es gibt keine festen Regeln, aber hier sind einige Richtlinien:

  • Für Anfänger sind 40–60 km pro Tag ein guter Anfang. Das durchschnittliche Tempo beträgt 11km / Stunde mit einem Fahrrad und 12km / Std. mit einem E-Bike.
  • Erfahrene Bikepacker können idealistisch 80–120 km bei flachen Strecken und gutem Gelände schaffen. Realistisch würde ich 80km einplanen. Das Tempo bei erfahrenen Fahrern und flachem Gelände liegt im Durchschnitt bei 14km / Stunde mit einem Fahrrad und bei ca. 16km / Stunde mit E-Bike.
  • Wichtiger als die Kilometerzahl ist, dass du dir Zeit nimmst, die Landschaft zu genießen und Pausen einzulegen.
  • Bei meiner E-Bike Tour mit meiner Mutter von Köln nach Mannheim sind wir 400km in 5 Tagen gefahren. Da lag der Durchschnitt laut Bikemap bei 10km Std., da wir einige Hügel hatten.

6. Fazit: Bikepacking ist kein Rennen

Bikepacking ist eine einzigartige Möglichkeit, die Welt zu erkunden. Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen, sondern darum, die Freiheit zu genießen und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln. Finde dein eigenes Tempo, höre auf deinen Körper und genieße jede Minute deiner Bikepacking-Abenteuer.

Weitere Inspirationen:

Hier findest du die wasserdichten Fahrradtaschen die wir auf der Reise genutzt haben.

Die kleinen Lenkertaschen (umwandelbar zur Crossbody Tasche) sind besonders nützlich für Städte-Touren, da man sie abnehmen kann und bei der Erkundung zu Fuß um den Bauch oder die Schultern hängen kann.

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Die Regenponchos für Fahrräder könnt ihr auch in unserem Shop erwerben. Hier empfiehlt sich das Fahrradcape XXL mit herausnehmbaren Bändern, die man um die Knie binden kann, damit die Beine trocken bleiben.
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