Fahrradfahren bei Gewitter Tipps

Fahrradfahren bei Gewitter: Sicher unterwegs zwischen Blitz und Donner

Ein warmer Sommertag, die Luft ist klar, die Strecke perfekt – und plötzlich ziehen dunkle Wolken auf. Ein fernes Grollen, ein Windstoß, der erste Regen. Fahrradfahren bei Gewitter kann schnell gefährlich werden, denn Blitze und stürmische Böen sind für Radfahrer keine Kleinigkeit. Wir von Bomence zeigen dir, wie du dich bei einem Gewitter richtig verhältst, worauf du achten solltest und wie du deine Radtour so planst, dass du gar nicht erst in diese Situation kommst.

Warum Fahrradfahren bei Gewitter gefährlich ist

Viele glauben, Fahrräder ziehen Blitze an – das stimmt so nicht. Ein Blitz schlägt nicht gezielt in Fahrräder ein, aber Metall leitet Strom sehr gut. Wenn also ein Blitz in der Nähe einschlägt, kann sich die elektrische Spannung über den Boden ausbreiten. Wer dann auf dem Fahrrad sitzt oder es festhält, riskiert, vom Blitz getroffen zu werden. Das kann zu schweren Verbrennungen oder Herzrhythmusstörungen führen.

Gummierte Griffe und Reifen schützen dich dabei nicht – sie isolieren zu wenig. Anders als ein Auto ist ein Fahrrad kein faradayscher Käfig, der elektrische Ladung sicher um dich herum ableitet. Auf dem Fahrrad bist du also den Naturgewalten direkt ausgesetzt. Auch Äste oder umstürzende Bäume, Starkregen und schlechte Sicht machen das Fahrradfahren bei Gewitter zusätzlich riskant.

Frühwarnzeichen erkennen: Wenn das Gewitter naht

Ein Gewitter kündigt sich meist an – wer aufmerksam ist, kann rechtzeitig reagieren. Dunkle, schnell aufsteigende Wolken, ein plötzlicher Temperatursturz oder auffällige Winddrehungen sind klare Warnsignale. Wenn du Donner hörst, ist das Gewitter meist weniger als zehn Kilometer entfernt

Um die Entfernung des Gewitters in Kilometern zu schätzen, hilft eine einfache Faustregel: Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teile sie durch drei Sekunden – so erhältst du die ungefähre Entfernung. Beispiel: Zwischen Blitz und Donner liegen neun Sekunden – das bedeutet, das Gewitter ist rund drei Kilometer entfernt.

Sobald du Donner hörst, ist also Vorsicht geboten. Bei unter 30 Sekunden zwischen Blitz und Donner besteht akute Gefahr. Nach dem letzten Donnerschlag solltest du mindestens 30 Minuten warten, bevor du weiterfährst.

Tipp: Wer häufiger in der Übergangszeit oder im Regen unterwegs ist, sollte auch unseren Beitrag über Fahrradfahren im Regen lesen.

Die wichtigste Regel: Runter vom Rad und Abstand halten

Wenn du beim Fahrradfahren von einem Gewitter überrascht wirst, heißt es: Absteigen. Bleibe niemals auf dem Fahrrad sitzen. Stelle dein Rad mindestens zehn Meter entfernt von dir ab und halte dich selbst fern von Metall, Leitplanken, Zäunen oder Masten. Schlägt ein Blitz in dein Rad ein, kann der Strom sich über den Boden ausbreiten – mit gefährlichen Folgen.

Fahre keinesfalls mit dem Fahrrad weiter, auch wenn das Gewitter scheinbar noch weit weg ist. Sobald Donner hörbar ist, besteht Lebensgefahr. Wir bei Bomence empfehlen: Sicherheit geht immer vor Strecke.

Richtig verhalten im Freien: Die Blitzschutzposition

Findest du keinen sicheren Unterschlupf, geh in die Hocke – das ist die sicherste Haltung im Freien. Suche dir die tiefste Stelle im Gelände, etwa eine Mulde oder Senke.

So geht die richtige Blitzschutzposition:

  • Stelle deine Füße dicht nebeneinander,
  • halte die Arme eng am Körper,
  • berühre den Boden nicht mit den Händen,
  • zieh den Kopf ein und mach dich so klein wie möglich.

Lege dein Fahrrad mindestens zehn Meter entfernt ab. Bist du in einer Gruppe unterwegs, halte mindestens drei Meter Abstand zu den anderen Personen. So verringerst du das Risiko, dass sich elektrische Ströme über den Boden ausbreiten.

Wo du Schutz findest – und wo nicht

Gute Schutzorte:

  • Gebäude mit Blitzableiter oder massive Bauwerke
  • Autos mit geschlossenem Dach (kein Cabrio)
  • Brücken aus Stahlbeton – aber: Geländer nicht berühren!
  • Unterführungen oder geschlossene Räume

Unsichere Orte:

  • Freistehende Bäume – sie ziehen Blitze an und können umstürzen
  • Waldränder oder Lichtungen mit einzelnen hohen Bäumen
  • Offene Felder oder Hügelkuppen
  • Gewässer – Wasser leitet Strom hervorragend

In einem Wald mit gleichmäßig hohen Bäumen bist du relativ sicher. Meide aber den Rand und halte Abstand zu Stämmen. Auch im Wald gilt: Fahrrad ablegen, Abstand halten, Schutzposition einnehmen.

Fahrradfahren bei Gewitter was tun?

Planung ist alles: So vermeidest du gefährliche Situationen

Die beste Maßnahme ist, gar nicht erst in ein Gewitter zu geraten. Deshalb gilt: Plane deine Radtour mit Blick auf den Wetterbericht.

Wenn Gewitter angekündigt sind, verschiebe die Tour oder wähle eine Strecke, auf der du notfalls schnell Schutz findest. Im Sommer entstehen Wärmegewitter oft am Nachmittag – starte deine Tour also früh am Tag und plane sie so, dass du bis spätestens 16 Uhr wieder an einem sicheren Ort bist.

Wir bei Bomence empfehlen, bei jeder Tour vorab Schutzmöglichkeiten zu markieren – etwa Cafés, Unterführungen oder Orte mit Blitzableitern. So weißt du im Ernstfall sofort, wohin du dich begeben kannst.

Mythen über Gewitter und Fahrräder

Es kursieren viele Irrtümer rund ums Fahrradfahren bei Gewitter.
Einer der häufigsten: „Gummireifen isolieren gegen Blitze.“ Das ist falsch. Die Isolation ist minimal und bietet keinen Schutz.

Ebenso falsch ist der Satz: „Blitze treffen nur das höchste Objekt.“ Zwar schlagen Blitze häufig an der höchsten Stelle ein, doch auch Objekte in der Nähe können betroffen sein. Selbst wenn der Blitz nicht direkt einschlägt, kann sich der Strom über den Boden fortsetzen.

Das bedeutet: Selbst in der Nähe eines Einschlags droht Gefahr – auch wenn du gar nicht direkt vom Blitz getroffen wirst.

Typische Situationen und das richtige Verhalten

Offenes Feld:
Das Gewitter zieht auf, der Donner kommt näher. Steige ab, lege dein Fahrrad weit weg, suche die tiefste Stelle im Gelände und gehe in die Hocke. Halte Füße und Beine geschlossen, Arme am Körper. Kein Rennen, keine Panik – bleib ruhig und klein.

Wald:
Suche eine Senke mit gleich hohen Bäumen, meide den Rand und freistehende Stämme. Lege dein Fahrrad ab, halte Abstand und nimm die Schutzposition ein. Achte auf brechende Äste oder Bäume.

Brücke oder Gebäude:
Unter Brücken aus Stahlbeton kannst du Schutz suchen, aber berühre kein Geländer. In Gebäuden mit Blitzableiter bist du am sichersten. Wenn du ein Auto siehst, kannst du im Notfall um Hilfe bitten – das Fahrzeug schützt als faradayscher Käfig.

Gruppe unterwegs:
Haltet Abstand zueinander – mindestens drei Meter. Jede Person hockt einzeln. So senkt ihr das Risiko von Schrittspannungen.

Nach dem Gewitter: Abwarten, prüfen, sicher weiterfahren

Auch wenn das Unwetter vorüber scheint, ist Vorsicht angesagt. Warte mindestens 30 Minuten nach dem letzten Donnerschlag, bevor du deine Radtour fortsetzt. Prüfe anschließend deine Umgebung: hängen Äste lose herab, liegen Stromleitungen am Boden oder ist der Weg überflutet?

Kontrolliere außerdem dein Fahrrad: Sind Bremsen und Reifen in Ordnung? Teste vorsichtig, ob die Bremswirkung auf nasser Fahrbahn noch stabil ist. Zieh dir trockene Kleidung an, damit du nicht auskühlst, und starte erst dann wieder, wenn alles sicher ist. Gerade beim Fahrradfahren im Winter solltest du nicht unterkühlen.

So bleibst du vorbereitet

Fahrradfahrer sollten bei jeder Tour das Wetter im Blick behalten. Ein kurzer Check des Wetterberichts kann entscheidend sein. Nutze Wetter-Apps mit Blitzwarnung oder Regenradar, um schnell auf Veränderungen zu reagieren.

Wer regelmäßig fährt, weiß: Schauer gehören zum Alltag. Wir bei Bomence haben dafür unsere wetterfesten Regenponchos für Fahrradfahrer entwickelt – ideal, wenn dich ein Regenschauer überrascht. Sowohl als Regencape für Männer, als auch als Regenponcho für Damen. Bei einem Gewitter gilt jedoch immer: Absteigen, Abstand halten, Schutz suchen.

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Fazit zum Fahrradfahren bei Gewitter

Radfahren bei Gewitter ist keine Mutprobe, sondern eine Gefahr, die man ernst nehmen sollte. Wer die Frühzeichen erkennt, den Wetterbericht beachtet und im Notfall richtig handelt, schützt sich und andere.
Denke daran: Sicherheit geht vor Strecke. Wenn du bei Donner und Blitz unterwegs bist, gilt immer: Runter vom Rad, weg vom Metall, Schutz suchen.

Wir von Bomence möchten, dass du deine Touren sicher und unbeschwert genießen kannst – egal, wie das Wetter wird. Mit kluger Planung, Ruhe im Ernstfall und etwas Wissen bist du auf jede Wetterlage vorbereitet.

Häufige Fragen zum Fahrradfahren bei Gewitter

Ist Fahrradfahren bei Gewitter gefährlich?
Ja. Ein Gewitter ist im Freien immer gefährlich. Metallteile des Fahrrads können Strom leiten, und auch Wind oder umstürzende Äste sind ein Risiko.

Ziehen Fahrräder Blitze an?
Nein, Fahrräder ziehen Blitze nicht an. Aber sie leiten Strom, wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt.

Wie erkenne ich, wie weit das Gewitter entfernt ist?
Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teile sie durch drei. Unter 30 Sekunden bedeutet: Gefahr ist sehr nah.

Was tun, wenn mich ein Gewitter überrascht?
Sofort absteigen, Fahrrad abstellen (mindestens zehn Meter entfernt), Schutzposition einnehmen, auf das Ende des Gewitters warten.

Wann darf ich weiterfahren?
Erst 30 Minuten nach dem letzten Donner. Prüfe anschließend dein Fahrrad und die Umgebung, bevor du deine Fahrt fortsetzt.

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